Wau, als erstes muss ich Ihnen etwas ganz Wichtiges mitteilen:
Wir werden Betriebsferien haben vom 15. bis zum 19. August, die Praxis ist in dieser Zeit nicht besetzt.
Wir bitten alle BesitzerInnen von chronisch erkrankten Tieren schon jetzt eine größere Menge von Medikamenten bei uns zu bestellen damit Sie Ihre Lieblinge entsprechend versorgen können.
In den jetzigen Coronazeiten kommt es immer wieder zu Lieferengpässen bei Medikamenten und wir raten ganz grundsätzlich dazu IMMER MINDESTENS für 1 Monat Medikamente im Vorrat zu haben.
Ich hoffe, Sie und meinen Kumpel kommen mit der extremen Hitze gut zurecht. Die Samtpfoten haben da die wenigsten Probleme, da sie sich draußen im Schatten verbergen können. Da sie allerdings historisch Wüstentiere sind und immer noch Durstkünstler – sie trinken naturgemäß einfach zu wenig – müssen Sie nachhelfen: stellen Sie Zimmerbrunnen auf, und vor allem verdünnen sie das Futter mit Wasser, so dass unsere Katzen gezwungen werden, mehr Wasser aufzunehmen.
Unsere Kaninchen und Meerschweinchen leiden am meisten unter der Hitze. Es sind Höhlenbewohner und in der Natur erst abends aktiv, wenn es schon abgekühlt ist. Bei unseren Langohren muss ab 25° schon für Kühlung gesorgt werden, ab 30° besteht die Gefahr des Hitzschlags – ein Sonnenschirm reicht nicht aus! Meerschweinchen bekommen schon Probleme ab 22°. Die Tiere sind in kühle Räume zu verbringen.
Und noch was – und das ist ungeheuer wichtig – bei dieser Hitze gehören keine Hunde ins parkende Auto – das ist lebensgefährlich!
In der Sonne ist der Innenraum des Autos nach 5 Minuten schon 4 Grad heißer als die Außentemperatur, nach 10 Minuten sind es 7°, nach 30 Minuten schon 16° und nach einer ganzen Stunde sind es schon 25° mehr als draußen!! Dass geöffnete Fenster nutzt da wenig.
Auch wenn der Himmel bedeckt ist, kommt es zum gefährlichen Hitzestau im Auto. Hunde können nicht schwitzen, sondern versuchen die Hitze über hecheln abzuleiten, das führt zu Sauerstoffnot und Kreislaufproblemen- bei Hitze kommt der Tod schnell und er ist sehr qualvoll.
Wenn Sie beobachten, dass die Hunde im Auto länger abgestellt sind, Sie die Besitzer*in nicht schnell genug ausfindig machen können – scheuen Sie sich nicht, die Polizei 110 anzurufen, Sie verhindern einen qualvollen Tod.
Schauen Sie nicht weg, handeln Sie!
So – nun komme ich wieder zu den Fällen aus der Praxis:
Ganz allgemein möchte ich sagen, dass in der Zeit von hohem Gras, die Gefahr von Grannen groß ist, die sich in den Ohren, Nase, Pfoten gerne festsetzen, mit ihren Widerhaken sind sie ruckzuck verschwunden, sie bohren sich sogar unter die Haut, meine Frauchen haben in diesem Monat ganz viele entfernt, oft in Narkose – mein Rat: Kumpels, haltet euch vom hohen Gras fern!
Impfungen sind wichtig – so war Juri von Frau Tauber zur Leukose Impfung in der Praxis – eine leider immer noch tödlich verlaufende Viruserkrankung.
Auf dem Arm unserer neuen TMFA Mira fühlt er sich wohl. Die Zwei verstehen sich offensichtlich sehr gut! Mira unterstützt uns seit 2 Monaten – wir freuen uns sehr.
Auch Mia, die Katze von Frau Walzer, ließ sich lässig impfen – und ist nun für ein weiteres Jahr geschützt – hier auf dem Arm von Jessi.
Max von Frau Sommer ist schon von Welpe an bei uns, er kommt regelmäßig zum Check, diesmal stand auch seine Jahresimpfung auf dem Programm, zum Glück ist er gesund
Leider kommen nicht all unsere Patienten nur zu einer Routineuntersuchung mit Impfung und sind wohlauf. Nutzen Sie unsere Angebote: Vorsorge ist Fürsorge!
Kater Karlchen von Frau Maas war gar nicht gut drauf – er wollte nicht mehr fressen – kein gutes Zeichen! – und musste von Dr. Rummel behandelt werden.
Auch der kleine Chihuahua Chila von Frau Advic machte uns Sorgen, er hatte eine schwere Entzündung, die mit Antibiotika behandelt wird, zum Glück werden die Blutwerte besser. Chila ist wieder munterer, zeigt Appetit und spielt wieder. Doch Chila ist noch nicht über den Berg, sie muss noch weiterhin Tabletten einnehmen.
Große Sorgen machte uns die alte Dame Martha (11 Jahre) von Frau King. Frau King hat Martha noch nicht lange.
Im Ultraschall zeigte sich, dass Martha an einer sehr schweren Pankreatitis leidet, sie musste sehr intensiv behandelt werden und erhielt täglich Infusionen über die Vene, sie brauchte eine Woche bis es ihr wieder besser ging. Frauchen ist ganz glücklich, dass Martha es geschafft hat. Sie bekommt nun Dauermedikamente für die Bauchspeicheldrüse und wird engmaschig von Dr. Rummel kontrolliert.
Wenn es Martha wieder richtig gut geht, werden wir sie noch einer Zahnsanierung unterziehen müssen, sie hat sehr schlechte Zähne – doch zunächst muss sie erst gestärkt werden.
Die kleine Käthe von Frau Hoos Zanetti hat eine solche Zahnsanierung schon hinter sich gebracht und es scheint, als wollte sie lachen, um ihre blitzblanken Zähne zu präsentieren.
Was der kleine Hund Käthe schon hinter sich gebracht hat, steht dem 7 -jährigen Nevado, dem schönen Schäferhundrüden von Fam Neuffer, noch bevor. Da eine professionelle Zahnreinigung immer mit einer Narkose verbunden ist, wird auch bei ihm eine allgemeine Blutuntersuchung zur Narkosefähigkeit durchgeführt.
Bei den großen Hunderassen beginnt das Senioralter schon mit 7 Jahren. Hier ist die Vorsorge besonders wichtig.
Wie sie wissen, war die gesamte Praxis Coronakrank. Da haben uns die vielen aufmunternden Grüße sehr gefreut – so wie zum Beispiel die Wünsche von der Dackelbande von Familie Schulze -Frerichs
oder die Danksagung von Tucker, der mit der Goldakupunktur, die Dr. Rogalla vor 3 Monaten wegen seiner HD durchgeführt hat, wieder schmerzfrei laufen kann.
So, nun ist es ein wenig kühler und wir gehen Spazieren
Ciao Ihre Samira