Dezember 2018

Wau, da bin ich wieder. Nun haben wir schon den letzten Monat des Jahres und Winter, doch der lässt sich nicht blicken, wir träumen von weißer Weihnacht – ich habe in meinen drei Lebensjahren auch schon mal Schnee erlebt und fand ihn Klasse – besser als diesen warmen Schmuddelregen im Moment.

Mein Frauchen sagt, dass es wahrscheinlich nicht mehr oft bei uns schneien wird – wegen des Klimawandels und die Experten sagen uns schon wieder einen so heißen Sommer wie im letzten Jahr voraus.

Doch ich befürchte, dass auf hoher politischer Ebene wieder keine konsequenten Maßnahmen getroffen werden, sondern nur aufschiebende Beschlüsse, so lange bis nichts mehr geht.

Wie schrecklich aufgeschoben werden kann, sieht man an der Entscheidung, Ferkel weiterhin ohne Betäubung und Narkose zu kastrieren – wo kein Wille, ist auch kein Weg, so einfach läuft das.

Seit sage und schreibe fünf Jahren wird nun das Verbot der betäubungslosen Kastration der Ferkel auf politischer Ebene diskutiert– viele Experten haben praktikable Maßnahmen aufgezeigt, die tierschutzgerecht und ethisch zu vertreten sind, wie es anders gehen kann – und hoffnungsvollerweise war der festgesetzte Stichtag zum Wirksamwerden des Verbots der 1. Januar 2019 – endlich im neuen Jahr keine Tierqual mehr – so glaubten wir.

Doch die Tierqual geht weiter- ungeachtet der vorgeschlagenen guten Möglichkeiten, eine schmerzfreie Kastration umzusetzen, wurde nun die Durchführung des Gesetzes bis 2020 verschoben – macht ja nix, wenn die Tiere ein paar Jahre weiter leiden – und dann wird noch der Verbraucher belogen, indem das Argument verbreitet wird, der arme Landwirt würde in den Ruin getrieben – de facto bedeutet eine Betäubung maximal 4 Euro mehr für die „Ferkelerzeuger“ – und die deutschen Ferkel seien dann global nicht mehr konkurrenzfähig.

Das ist doch nicht fassbar – seit wann sind denn jemals kleine und mittlere Betriebe auf dem globalen Markt vertreten gewesen?

Hier will man uns für dumm verkaufen.

Es geht also nur um die Massentierhalter, um die AgrarINDUSTRIE, um die Agrarlobby.

Denn auch in der breiten Öffentlichkeit wird inzwischen vom Verbraucher die Kastration ohne Betäubung abgelehnt, Umfragen zeigen das.

Doch die Politik stellt sich über die Ansprüche der Gesellschaft, schreckt auch vor Gesetzesbrüchen nicht zurück – immerhin hatte der Deutsche Bundestag vor fünf Jahren das Gesetz zur Abschaffung mit Datum 1. Januar 2019 beschlossen, was nun einfach nicht eingehalten wird.

Klipp und klar heißt das: diese Fristverlängerung ist nicht mit dem Staatsziel Tierschutz in unserer Verfassung zu vereinbaren, sondern ein reines Zugeständnis an die Agrarlobby.

Der Beschluß ist gewissens – und verantwortungslos, unethisch, verlogen und sogar demokratiefeindlich – und für die armen Schweine bedeutet es leider weiter unnötige Tierquälerei.

Die Verantwortung hängt nun mal wieder beim Verbraucher – weniger Schweinefleisch essen, die Kleinbetriebe mit artgerechter Haltung unterstützen, wachsam sein beim Konsum – nachfragen, woher das Fleisch kommt – und nie vergessen, dass Fleisch kein Produkt ist –auch wenn immer von Fleischindustrie gesprochen wird – es wächst nicht auf Bäumen, sondern es ist Teil eines Tieres – mit Gefühlen und Empfindungen, ein Schwein ist intelligenter als unsere Hunde – und es braucht unseren Respekt und Schutz.

(Übrigens ist in der Schweiz die schmerzfreie Kastration der Ferkel schon lange gesetzlich vorgeschrieben – bei uns in Deutschland hat sich bisher nur Bioland freiwillig dem Tierschutz verpflichtet, was beweist, dass es praktikabel ist – auch für kleinere Betriebe)

So, nun habe ich mir meinen Zorn über diese Ohnmacht gegen den Beschluss von der Seele geschrieben und werde weiter protestieren – das ist mein Vorsatz im nächsten Jahr.

Doch gerne erzähle ich Ihnen nun wieder Neues vom letzten Monat in der Praxis:

Hier sehen Sie Dr.Rummel bei der Blutentnahme

Etwas war ganz aufregend – es war ein Filmteam bei uns und demnächst werden Sie auf unserer Homepage einen kleinen Film über unsere Praxis finden.

 


 

Die kleine Kiwi war nun kein Filmstar, aber nach der Zahnsanierung hätte sie auch wunderbar in die Kamera lächeln können.

 


 

Auch bei Flocke von Frau Wolf wurde eine Zahnsanierung vorgenommen. Sie ist eine Stallkatze, um die sich Frau Wolf liebevoll kümmert und ihr war aufgefallen, dass sie vor Zahnschmerzen nicht mehr fressen konnte. Flocke ist sehr lieb und anhänglich und Leanne war ganz verliebt in die nun schon 13-jährige Dame. Fressen ist für Flocke ganz wichtig, da sie an einer Hyperthyreose leidet und Frau Wolf ihr jeden Tag ein Medikament ins Futter geben muss, was nun wieder klappt.

 


 

Auch die kleine Ragdollkatze „Diva“ von Frau Schmitt musste behandelt werden, da sie eine Blasenentzündung hatte.


 

Lux, der schöne Flat coated Retriever von Frau Weinig mußte auch wegen einer Blasenentzündung behandelt werden.
Beiden geht es wieder gut.

Hanni, die kleine kesse Kätzin von Frau Wich wurde kastriert und ist wieder putzmunter.

 

 


 

Snoopy, der junge Zwergdackel von Familie Böttcher musste sich einer Kryptorchiden- Operation unterziehen, da ein Hoden im Bauchraum verblieben war.

 

Snoopy brachte zur Unterstützung seinen Dino mit, den wir ihm natürlich ins Bett auf der Station gelegt haben – sehr süß.

 Das ist sehr gefährlich, denn diese Hoden im Bauchraum entarten in der Regel und es entwickelt sich Hodenkrebs.


 

Die kleine, flauschige Fiona von Frau Herold hatte es ganz einfach, sie kam zur Schutzimpfung und fand es sehr interessant in der Praxis, auch die Implantation des Chips hat sie mit Leichtigkeit genommen und turnt schon wieder auf dem Arm von Frauchen herum.


 

Da ist Tobi von Frau Meyer etwas gelassener, geduldig wartet er im Wartezimmer auf seine Nachuntersuchung.


 

Auch die Bande von Familie Wieland Rogg wartet geduldig. Sie alle begleiten Lolka – der große Hund im Vordergrund auf dem Bild- die von Dr. Rogalla gegen ihre chronischen Gelenkschmerzen eine Goldakupunktur erhält. Vor Jahren wurde schon die große weiße Tosca, mit der Goldakupunktur behandelt und hat seitdem bis heute keine Schmerzen mehr gezeigt. Das hat Frauchen und Herrchen so begeistert, dass sie Lolka, die auch an Arthrose leidet, von Dr. Rogalla behandelt haben wollten – auch wenn der Weg zu unserer Praxis sehr weit war.

Ich bin immer ganz stolz, wenn wir unseren kleinen Patienten helfen können und deswegen passe ich auch immer so gut auf, was in der Praxis passiert.

 

Nun wünsche ich Ihnen Allen ein wunderbares Weihnachtsfest und ein Gesundes Neues Jahr

Ihre Samira und unser gesamtes Team