Wau- da bin ich wieder – im letzten Monat dieses besonderen Jahres.
Ein Jahr, das uns zum Nachdenken gezwungen hat. Gerade jetzt, wo der Jahreswechsel naht und wir gewohnheitsgemäß zurückblicken, innehalten, vergangene Zeit Revue passieren lassen, bleibt ein Gedanke hängen:
Niemand hätte geglaubt, dass wir jemals so schnell und nachdrücklich von außen gezwungen werden, uns auf etwas zurückzubesinnen, was wir in unserem Alltag zu häufig vergessen – wir sind sehr verwundbar und nicht die Macher dieses Planeten, sondern nur ein Teil des Gesamtsystems und wir brauchen Respekt, um gemeinsam mit unserem großen, unendlich schönen Planeten Erde zu überleben.
So ein kleiner Virus hat uns gezeigt, dass unsere Ordnung sehr schnell und sehr effektiv weltweit aus den Fugen gerät – und dass unsere Sicherheits – Grenzen ganz schnell zusammenbrechen.
Sehr wahrscheinlich wird der Impfstoff uns in die Normalität zurückführen, doch ich hoffe sehr, dass der Moment des Innehaltens und der Erkenntnis unseres bescheidenen Platzes auf dieser Erde uns antreibt alle Menschen, Tiere und Pflanzen würdevoll zu behandeln und wir uns in der Zukunft darauf konzentrieren unsere Vielfalt und Diversität zu erhalten und zu schätzen.
Jetzt steht Weihnachten vor der Tür – und unsere Gedanken drehen sich um Corona – aber die Welt dreht sich weiter: ich will nur einen Fakt benennen, der mich als felliger Vierbeiner besonders schockiert: Pelz
Bitte, bitte kaufen Sie nichts mit Pelz – und schön ist er doch vor allem an uns Tieren und nicht an Euch Menschen.
Foto von htpps://www.peta.de/pelzwahrheit
In China werden jedes Jahr zwei Millionen Hunde und Katzen getötet, um aus ihren Fellen und Häuten Leder und Pelze herzustellen.
Eingepfercht und gequält warten sie auf ihre Tötung
Meine felligen Freunde werden erschlagen und oft bei lebendigem Leibe gehäutet – sie schauen ihrer eigenen Qual zu, es dauert bis man gehäutet stirbt – bitte schauen Sie nicht weg.
Diesem Grauen meiner Freunde können Sie alle persönlich ein Ende bereiten -> versprechen Sie, keinen Pelz zu kaufen, der Pelzhandel kann nur so lange bestehen bleiben, wie Ihr Menschen dafür zahlt.
Ich musste das nochmals sagen, denn würde ich in China leben, könnte ich in so einer Kiste sitzen und meinen grausamen Tod fürchten.
Ich bin sehr, sehr dankbar hier zu sein und ein so geliebtes Leben führen zu dürfen, deswegen arbeite ich auch fleißig in der Praxis mit.
Ich bin sehr stolz, dass wir es mit unseren Vorsichtsmassnahmen und Glück geschafft haben, für Sie wie gewohnt da zu sein und ich möchte Ihnen wieder von unseren kleinen Freunden und Freuden berichten.

Laura hält ihr Geschenk in der Hand: ein Fotobuch, dass ihre Zeit bei uns vom ersten Tag der Lehre bis heute dokumentiert
Als allererstes möchte ich unserer tiermedizinischen Fachangestellten Laura Klockow gratulieren, die nun seit 10 Jahren mit ihrer fachlichen Kompetenz uns unterstützt.
Herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön für den Treuen Einsatz von uns allen.
Nun stelle ich Ihnen als erste Patientin die kleine Mimi von Frau Joost im Arm von Sara vor. Sie wurde als dringender Notfall von ihrem Frauchen in die Praxis gebracht, sie hatte draußen etwas gefressen und war danach zusammengebrochen – der Verdacht auf Giftaufnahme lag nahe. So erhielt sie sofort ein Mittel zum Erbrechen, um den Magen zu entleeren, damit der Stoff nicht weiter in den Kreislauf gelangt. Tatsächlich erbrach sie den Rest eines Wurstendes – es wäre nicht das erste Mal, dass bei uns in Nidderau vergiftete Wurststückchen ausgelegt wurden. Dann wurde die Kleine mit Medikamenten und einer Infusion stabilisiert – zum Glück erholte sie sich schnell, so dass sie nach einigen Stunden wieder nach Hause konnte. Bei der Nachkontrolle war sie wieder munter wie immer und Frau Joost sehr froh, dass es so gut ausgegangen ist.
Diesen Monat kamen einige Youngster zu uns, alle ganz besonders süß.
Die Hündin Ella von Frau Özcer hat 5 Chihuahua Welpen geworfen, die alle von Frau Krenn gecheckt und geimpft wurden.
Auch die kleine französische Bulldogge von Frau Levy kam zum Impfen und Kennzeichnung durch einen Transponder
Die kleine Nala, eine Visladorhündin, von Familie Schwarzkopf mit Claire, hingegen hatte eine Ohrentzündung, die behandelt werden mußte, die kleine Schönheit kann schon sehr schön Sitz machen!
Der kleine Widder Goldi hatte es viel schwerer. Er litt an einer eitrigen Innenohrentzündung und mußte von Dr. Rogalla operiert werden. Das ist eine sehr komplizierte Operation, die jedoch sehr gut verlaufen ist.
Der winzige Charly von Frau Silberling erhielt einen passiven Schutz mit Antikörpern gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche, da er leider noch ungeimpft schon Kontakt mit einer erkrankten Katze hatte.
Auch Susi von Herrn Leß kam als Notfall in die Praxis zu Dr. Rummel, doch er hatte Glück. Die Hornhaut eines Auges war verletzt, aber die genaue Untersuchung in der Vergrößerung zeigte, dass die Hornhaut nur angerissen war und keine Operation durchgeführt werden mußte. Inzwischen ist der kleine Riß schon wieder fast verheilt.
Die 9 – jährige Katze Ayla von Familie Stahl hatte eine schwere innere Entzündung und wurde lange behandelt, nach 2 Wochen intensiver medizinischer Unterstützung ist sie nun endlich über den Berg und wieder munter wie zuvor, das Fressen klappt auch wieder, wir sind sehr froh, dass sie es geschafft hat.
Da ging es dem gleichaltrigem Benny von Frau Geiss viel schneller besser. Leider hatte er entzündete Zahnwurzeln und sehr viel Zahnstein. In Narkose wurde der Zahnstein entfernt, die erkrankten Zähne extrahiert und die Parodontitis behandelt. Schon am nächsten Tag schenkte er uns ein schmerzfreies Lächeln.
Ganz besonders freut es uns, dass es der schönen Schäferhündin von Frau Jost wieder gut geht. Die Langhaarschäferhündin Lena litt sehr lange an Verdauungsschmerzen und erst nach einer Endoskopie und langmonatigen Antibiotikabehandlung funktioniert bei ihr alles wieder normal und ihr Temperament ist kaum zu bändigen. Jetzt kommt sie weiterhin zu ihren regelmäßigen Kontrolluntersuchungen.
Wir wünschen Ihnen in diesem Jahr ganz besonders viel Gesundheit und ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer engsten Vertrauten
Ihr Praxisteam und Samira