In diesem Monat beschreiben wir einen Eingriff an unseren ganz kleinen Patienten.
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Herr Möldner bringt 4 kleine männliche Mäuschen zur Kastration. Sie sind putzmunter und toben bei ihrer klinischen Voruntersuchung wild durch ihren kleinen Transportkäfig.
Herr Möldner ist ausführlich über das Narkoserisiko aufgeklärt. Wie alle kleinen Heimtiere sind auch die Mäuse verstärkt narkoseempfindlich.
So verwenden wir eine möglichst schonende Anästhesie: grundsätzlich unterscheidet man bei den kleinen Nagern auch zwischen einer Injektions- und einer Inhalationsnarkose, wobei die Inhalationsnarkosen sicher den Vorteil einer leichteren Steuerbarkeit bergen.
Bei unseren 4 Minis entscheiden wir uns für die Inhalationsnarkose, eingeleitet wird die Narkose in einer transparenten Narkosekammer, wo sie genau kontrolliert werden können.
Während sie einschlafen, bereitet Dunja das Wärmekissen vor und legt die Infusionen für die kleinen Kerlchen bereit, diese müssen stets vor dem operativen Eingriff verabreicht werden.
Dann wird der erste Patient an die Maske angeschlossen und mit einem kleinen Schnitt werden die Hoden entfernt.
Bald sind alle vier Mäuschen kastriert und schlafen auf der Wärmematte ihren Narkoserausch aus. Bis sie richtig wach sind, werden sie im regelmäßigem Rhythmus mit Sauerstoff versorgt.
Zur Mittagspause toben sie schon wieder durch ihre Box und können wieder nach Hause.
Postoperativ müssen sie für 5 Tage auf Küchenpapier (keine Zeitungen wegen der Druckerschwärze) oder Zellstoff gehalten werden.
Am nächsten Tag kontrollieren wir noch einmal die Wunden und dann sind die Vier endgültig
nach Hause entlassen.