Miau, heute ist der 1. Mai und ich muss mich sputen, Ihnen Neues aus der Praxis zu berichten.
Diesmal bin ich spät dran, da ich den ganzen Tag draußen in der Sonne gelegen habe. Das hat mir gut getan, mein Frauchen war ganz glücklich, als ich draußen im Hof auftauchte.
Sie wissen ja, dass ich nicht mehr der Fitteste bin, doch die täglichen Medikamente tun mir gut. Ich freue mich über jeden Tag und das Futter schmeckt mir immer noch gut – ich werde ja auch sehr verwöhnt – und daran habe ich mich wiederum sehr gewöhnt. Ich habe prima raus, dass Frauchen eine neue Dose öffnet, wenn ich meinen Kopf wegdrehe – tja – und manchmal fordere ich das eben heraus und warte stur auf eine andere Futtersorte – und ich gewinne immer!!!
Am Dienstag den 31. Mai läuft wieder die alljährliche Impfaktion: Impfen für Afrika zur Unterstützung der Tätigkeiten des Vereins Tierärzte ohne Grenzen.
Auf dieser Homepage erfahren Sie, wie sinnvoll die Spendengelder in Afrika für die Menschen und Tiere vor Ort eingesetzt werden.
Ich möchte Sie bitten, wieder so zahlreich zu kommen wie in den letzten Jahren – dann können wir wieder viel spenden!
Nun möchte ich ihnen noch etwas über unsere Vorfahren erzählen – die Wildkatzen. Jetzt im Mai und den ganzen Sommer hindurch kann es passieren, dass man im Wald auf junge Wildkatzen trifft – bitte denken Sie nicht, dass seien ausgesetzte Kätzchen. Die Mütter lassen die Kleinen manchmal alleine, wenn sie Futter jagen. Doch sie sind nie weit entfernt. Fassen Sie bitte die Kleinen nicht an und verschleppen Sie sie nicht an einen anderen Ort, auch eine Vorstellung in der Praxis ist unnötig. Die Katzenmutter kehrt zurück und sorgt weiter für ihren Wurf – auch wenn sie manchmal Stunden weg ist. Leinen Sie insbesondere Ihre Hunde an.
Sollten Sie tatsächlich ein verletztes Wildkätzchen finden, wenden Sie sich bitte an den BUND – Landesverband (www.bund.net/wildkatzenkontakt). Auf dem Bild erkennen Sie deutlich das entscheidende Merkmal der Wildkatze:
den deutlich gebänderten buschigen Schwanz mit 2 – 3 schwarzen Ringen und dem stumpfen schwarzen Ende
ansonsten sind sie unseren Stubentigern sehr ähnlich!
Unser Boxer Frodo der Familie Willand hatte so kleine Kätzchen im Wald gefunden. Frodo und Familie Willand haben sich vorbildlich verhalten, die Tiere in Ruhe gelassen und den Fundort dem Förster angezeigt. Das ist wichtig, da wir ja immer noch verzweifelt bemüht sind, dass die Katzen wieder bei uns ansässig werden.
Frodo wurde vor Jahren aufgrund seiner Spondylose von Dr. Rogalla mit der Goldakupunktur behandelt und braucht keine Schmerzmittel mehr. Frodo ist schon vor Jahren weggezogen, doch ab und zu erhalten wir eine mail, dass es ihm immer noch gut geht.
Auch Rudi ist verzogen, er tummelt sich jetzt in schwedischen Wäldern und hat uns dieses schöne Bild gepostet.
Bevor er seine große Reise nach Schweden angetreten hat, waren Herrchen und Frauchen mit ihm zum Generalcheck in der Praxis. Bei Rudi war alles in Ordnung und er konnte gesund auswandern.
Solche Grüße von unseren Patienten freuen uns immer sehr.
Frau Dr. Rummel hat auch „Post” erhalten – ein Dankeschön von Teddy von Frau Ochowat, dem es nach der Behandlung schon viel besser ging.
Familie Merz war mit Ihrem jungen Schäferhund „Hero” wieder zur „Wachstumskontrolle“. Im ersten Lebensjahr ist es sehr wichtig, die jungen Hunde zu untersuchen, da gerade im Wachstum erhebliche Störungen – insbesondere im Bewegungsapparat – auftreten können. Rechtzeitig entdeckt, können wir medizinisch sehr viel beeinflussen, um größere Schäden im späteren Leben zu vermeiden.
Hero wird bald ein Jahr alt – und sein Termin zum ED – und HD – Röntgen (Ellbogen- und Hüftgelenksdysplasie) steht schon fest!
Die kleine Rasselbande der Familie Trebing ist da noch ganz am Anfang: sie wurden alle geimpft. Zum Glück sind sie alle wieder fit. Ein kleiner Welpe war als Notfall einen ganzen Tag bei uns, er war im Unterzucker – das passiert Welpen der Kleinrassen häufiger – und mußte den ganzen Tag über infundiert werden. Am Abend konnten wir ihn dann in seine Großfamilie entlassen, Frau Trebing war überglücklich, dass der Kleine es geschafft hat!
Der Deutsche Riese – tatsächlich ein Riese, denn er bringt 8 kg auf die Waage – von Herrn Weisenstein mußte diesmal operiert werden, er hatte einen Tumor am Unterkinn – trotz seines hohen Alters hat er alles gut überstanden (siehe auch: Narkose).
Impfen ist die erste Vorsorge für unsere Kleinen, es bewahrt vor tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten. Bei der Impfvorstellung untersuchen wir die Welpen von Kopf bis Pfote und beraten Sie rassespezifisch: So muß bei einen Yorki eher auf die Zähne geachtet werden und bei einem Schäferhund auf die Gelenke, Frau Zeschky mit ihrem Whippet Nelson wurde ausführlich über die wichtigsten Wachstumsphasen bei Whippets aufgeklärt.
So – und ganz zum Schluß möchte ich Ihnen noch Michael verstellen. Er war zum Boys Day bei uns und es hat uns großen Spass gemacht, ihm den Alltag einer Praxis zu zeigen, von einer schwierigen Operation eines Tumors am After einer Hündin bis zu mikroskopischen Untersuchungen haben wir ihm viel zeigen können, Michael war begeistert bei der Sache!
So jetzt habe ich genug geplaudert, beim nächsten Mal erzähle ich weiter
Ich wünsche uns allen einen sonnigen, warmen Mai
Ihr Shahin