Wau, da bin ich wieder und freue mich sehr, dass meine Geschichten aus der Praxis von so vielen gerne gelesen werden. Meine Frauchen erzählen mir immer, wenn in der Sprechstunde meine „Story“ kommentiert wird, und die viele Post von Ihnen lese ich natürlich selber!
Ich habe in der letzten Zeit ja immer wieder auch über die Lebensbedingungen der sogenannten Nutztiere berichtet und auch über die Zustände bei ihrer Schlachtung. Mich hat begeistert, dass die Tierliebe unserer PatientenbesitzerInnen eben nicht bei ihren eigenen Lieblingen aufhört, sondern dass die große Mehrzahl unserer Kunden gegen eine grausame Massentierhaltung ist und es auch schätzt, darüber Informationen zu erhalten. Leider werden zur Zeit erneut Subventionen an Großunternehmen vergeben, die ohne Rücksicht auf Umwelt und das Wohl der Tiere Lebensmittel wie am Fließband produzieren. Der größte Geflügelschlachthof Europas soll in der Lüneburger Heide gebaut werden:
450.000 Hühnchen sollen dort pro Tag geschlachtet werden !!!
Und das, obwohl es schon jetzt in Europa eine Überproduktion an Geflügelfleisch gibt!
(www.bund.net/index.php?id=5320)
80% der verkauften Eier in Deutschland stammen aus alternativen Haltungen, d.h., die große Mehrheit der Verbraucher denkt:
“Grausame Massenhaltung – nein danke!“
Der BUND versucht mit einer großen Medienkampagne dieses tierverachtende Vorhaben zu stoppen! Lassen Sie uns gemeinsam gegen die grausame Tierquälerei kämpfen!
Dabei fällt mir Jane Goodall, die weltberühmte Primatenforscherin ein, über deren Leben es zur Zeit einen spannenden Film gibt.
(www.janes-journey-film.de)
Jane Goodall war lange Zeit Einzelkämpferin und hat sehr viel erreicht! Und sie sagte, dass jede und jeder von uns jeden Tag etwas zum Positiven verändern kann, indem wir etwas für Menschen, Tiere und die Umwelt tun.
Und da wir gerade bei guten Taten sind, fällt mir auch noch etwas für mich und meine Katzen- und Hundeseniorenkumpels ein. Wir haben nämlich eine deutlich höhere Lebenserwartung als noch vor 40 Jahren. Hunde mit einem Alter von 10 – 19 Jahren machten 1967 ca. 19% der Patienten aus – 1997 waren es bereits 46% – Tendenz steigend!
(Bei den Katzen hat sich der Prozentsatz ähnlich positiv verändert, von 17% auf 50%.)
Natürlich können wir nicht jünger werden, aber durch Beratung und Vorsorgeuntersuchungen kann unsere Lebensqualität verbessert und unsere Lebenszeit verlängert werden!
Also, ich kann das nur empfehlen, mir persönlich geht es viel besser seit meine Frauchen herausgefunden haben, dass meine Schilddrüse nicht mehr richtig funktioniert (Hypothyreose) und ich regelmäßig meine Hormontabletten einnehme!
Zur Altersvorsorge gehört auch eine Herz-Kreislaufuntersuchung und ein Herzultraschall. Deswegen war unter anderem Frau Kaifel mit ihrer älteren Schäferhunddame „Kessi“ bei uns, und es stellte sich heraus, dass Kessi nun die Herzmedikamente einnehmen muß. Nun fühlt sie sich viel wohler. Zudem wurden die Hunde „Kira“ und „Chica“ und der Kater „Nero“ untersucht und geimpft (siehe Schutzimpfungen für Hund und Katze). Hier sehen Sie also die „Kaifel-Bande“ – eine super Truppe!

Kater Nero äugt aus dem Katzenkorb heraus
Auch bei „Merlin“, dem 11-jährigen Pudelmixrüden von Frau Panarisi,
wurde nochmals die Einstellung der Herzmedikamente überprüft.
Bei Familie Diele kontrollierten wir den Familienzuwachs: fünf wunderhübsche und superniedliche Kaninchenbabys! Die Mama „Bunny“ wurde geimpft.
Frau Dr. Rogalla ist unsere Igelspezialistin und nun im Herbst sehen wir immer viele von diesen wunderbaren Tieren. Auch Frau Thormann stellte einen jungen Igel vor, der von uns entwurmt und entfloht wurde, danach erhielt Frau Thormann noch eine ausführliche Beratung.
„Felix“ der kleine Siam-Birmamixkater der Familie Lankau hatte Verstopfung und wahr im wahrsten Sinne des Wortes sehr erleichtert, dass mein Frauchen Dr. Rummel ihm helfen konnte.
Die kleine Chihuahuadame „Trixie“ von Herrn Keyser wurde bei uns kastriert und hat alles sehr gut überstanden.
Zu meinem Frauchen Dr. Rogalla kommen jede Woche HundebesitzerInnen aus ganz Deutschland, um ihre Lieblinge wegen Lahmheitsproblemen den damit verbundenen chronischen Schmerzen vorzustellen.
Lucy ist ein wenig müde von der langen, aufregenden Reise
Einen sehr weiten Weg hatte allerdings „Lucy“, die Pitbulldame von Frau Mayer auf sich genommen, um von Frau Dr. Rogalla eine Goldimplantation zu erhalten! Die beiden waren extra von der Kanarischen Insel La Palma angereist – also, ich kenne mich ja mit dem Fliegen aus, da war „Lucy „ bestimmt ziemlich aufgeregt! Es sie eine wunderschöne, erst einjährige Hündin. Leider hat sie eine ganz schlimme HD.

Francis ist neugierig
„Francis“, der Siamkater von Familie Brückner, hatte Probleme mit dem Harnabsatz und musste einige Tage bei uns stationär bleiben, aber durch die Behandlung konnte er bald wieder gut Urin absetzen und durfte nachhause.
„Jill“ ist ein sehr vielversprechender junger Schäferhundrüde des Züchters Herrn Petznick, er war wegen Schmerzen in der Hinterhand bei Dr. Rogalla und sein Herrchen machte sich große Sorgen! Aber nach der Behandlung ging es dem Rüden am nächsten Tag schon deutlich besser. Herr Petznick kannte sogar noch den Großvater von Frau Dr. Rummel, der ebenfalls Tierarzt war und langjährig als Präsident den Deutschen Schäferhundverband geleitet hat.
So, das waren die Geschichten aus der Praxis für diesen Monat.
Ciao
Ihr Bobby