Wau, da bin ich wieder, um Ihnen Neuigkeiten aus unserem Praxisleben zu berichten.
Sie erinnern sich sicherlich, daß alle Praxen vom Arkadenhof im August ein gemeinsames Gesundheitsfest für die Öffentlichkeit organisiert hatten.
Der Erlös von 500 € vom Verkauf von Kaffee und Kuchen wurde gestern unserer Stadt, vertreten durch unseren Bürgermeister, Herrn Schultheiss, und der ersten Stadträtin, Frau Sperzel, in Form eines Schecks überreicht, das Geld kommt sozial bedürftigen Familien in Nidderau zugute.
Unsere Praxis hatte zusätzlich eine Verlosung mit schönen Gewinnen zugunsten Tierärzte ohne Grenzen, die mit größtem Einsatz auch in den Hungergebieten in Ostafrika tätig sind, durchgeführt – es waren 250€, die wir dank Ihrer Teilnahme spenden konnten und das Geld ist mit Freude weitergeleitet worden.
(www.togev.de/news-presse/alle-meldungen/news-detail/artikel/hungertragoedie-in-ostafrika-spenden-sie-jetzt.html)
Die Medien berichten ja kaum noch von der großen Not in Somalia, aber die Situation hat sich dort immer noch nicht entschärft. Täglich sterben Menschen, vor allem Kinder.
Nochmals herzlichen Dank an Sie alle!
Der Herbst zeigt sich ja von seiner schönsten Seite und so haben wir alle am letzten Mittwoch nachmittag einen schönen Ausflug in Julias Heimatort Niddatal gemacht. Vor dem Kaffeetrinken in der Sonne zeigte uns Julia, wohl informiert über die Stadtgeschichte, die Sehenswürdigkeiten von Ilbenstadt wie die Klosteranlage, den Nonnenhof, das herrliche Stadttor…..
Es war sehr schön und nochmals ein herzliches Danke von uns allen an Julia.

Julia erklärt die Geschichte des Ordens
Tja, dann muß ich aber auch noch erzählen, dass meine Frauchen in Süditalien – im Salento – waren. Schon immer habe ich Ihnen von den Straßenhunden erzählt und vor 2 Jahren haben wir ja sogar so einen kleinen Kerl nach hier mit sehr viel Mühe vermittelt.
Doch unsere italienischen Freundinnen dort waren in der Zwischenzeit sehr erfolgreich. Unsere Freundin hat in der Gemeinde Aliste ein vorbildliches Tierheim errichtet und mit zäher und vorbildlicher Politik erreicht, dass die Gemeinde es mit unterstützt.

Dr. Rogalla mit der italienischen Tierheimtieräztin
Unsere Hilfe sah kurzerhand so aus, dass wir in der Praxis der ansässigen
Tierärztin in einer Großaktion viele Rüden kastriert haben.
So können sie sicherlich besser vermittelt werden und das Tierheim hat sich sehr gefreut. Im nächsten Jahr geht es weiter.
In diesem Zusammenhang stelle ich Ihnen noch meinen kleinen Freund „ Giorgio“ aus der Ferienwohnung vor. Sie erinnern sich, dass Dr. Rogalla den kleinen streunenden Kater im Mai 2010 kastriert hat, um vor allem dem Katzenelend durch Vermehrung vorzubeugen. Er ist wunderschön geworden, hat ein Zuhause gefunden und ist wohlauf. Das Schönste war, dass er uns laut begrüßend entgegen kam, als wir in unsere Wohnung einzogen. Es geht ihm gut dort und dank der Kastration hat er das Jahr gut überlebt, ich hoffe sehr, ihn im nächsten Jahr wiederzusehen!!
Sicherlich sind Sie neugierig auf das Geschehen in der Praxis.
Der aufregendste Fall in diesem Monat war Max, ein 10 – jähriger Mischlingsrüde. In aller Früh am Montag Morgen brachte ihn sein Frauchen weinend, weil sie glaubte er müsse jetzt sterben. Max war ganz schlapp, konnte den Kopf nicht mehr heben und gar nicht mehr laufen – er war schneeweiß und die Beine waren eiskalt, das Herz schlug schwach.
Während Dr. Rummel die Sprechstunde weiter führte, leitete Dr. Rogalla alle Intensivmaßnahmen ein, die sofortige EKG-untersuchung und Blutuntersuchung ergab die Diagnose Morbus Addison. Eine schwere Erkrankung, die nicht sofort erkannt, sehr schnell zu Tode führt. Max Kreislauf wurde stabilisiert, Elektrolyte ersetzt und vor allem das Wesentliche, das fehlende Kortison, zugeführt. Bis zum Mittag war die Krise überwunden, Max konnte den Kopf heben und wenig später wieder stehen.
Am Abend holte Frau Reifenschneider einen wedelnden Max ab. Max ist immer noch in Behandlung, aber inzwischen mit seinen Medikamenten, die er nun ein Leben lang erhalten muß, wieder wohlauf.
Nelly, der hübsche Labrador der Familie Walter, wurde gegen die Schmerzen wegen einer schweren Arthrose in der Hüfte mit der Goldakupunktur behandelt.

Nelly nach der Narkose im Aufwachraum

Emely ist schon wieder fit
Deswegen kam auch Emely, die Airdaile-Terrier-Hündin von Frau Bohlender.
Es kommen immer wieder Hunde aus ganz Deutschland und auch aus Österreich und der Schweiz zu uns, um sich gegen die Schmerzen durch Goldimplantation behandeln zu lassen. Immerhin hat mein Frauchen, Dr. Rogalla, mit einigen wenigen Tierärzten 1996 diese Methode in Deutschland eingeführt und hat somit sehr viel Erfahrung.
Der Rodhesien-Ridgeback Rüde Erevu von Herr Bellavia hat mir gut gefallen.

Dolly macht auch noch im Alter Unfug
Dolly kennen wir von Welpen an, inzwischen ist die kleine Jack Russel Dame 13 Jahre alt und diesmal mussten ihre Ohren behandelt werden.
Blacky, der Liebling von Frau Koch, hatte Zahnschmerzen. Alle Zähne im Ober-und Unterkiefer wurden mit der Dentalröntgeneinheit komplett durchgeröngt. So konnten alle wurzelkranken Zähne erkannt und gezogen werden, nach der Zahnsanierung frißt Blacky nun wieder gut.
Von unseren ganz kleinen Freunden möchte ich noch zwei erwähnen.
Das ist Amy, das Meerschweinchen mit seinem kleinen Freund, das auch Zahnprobleme hatte, dadurch einen Kieferabszeß entwickelte und in Narkose behandelt wurde.
Und Lilly, das Löwenköpfchen, (von Laura gehalten) das zur jährlichen Impfung kam.
So, es scheint die Sonne, es ist Samstag und ich will raus auf die Wiese, ab Montag soll es kälter werden und ich will noch die Zeit mit der schönen Sonne genießen.
Ich wünsche Ihnen alle einen schönen, sonnigen Oktober
Ciao Ihr Bobby