Wau, nun sind wir schon im goldenen Oktober und ich liebe das Rennen durch die bunten Blätterberge. Im letzten Monat bin ich schon 3 Jahre alt geworden – der Tag meiner Geburt ist bestimmt erfunden, da ich ja aus der Tötungsstation in Rumänien gerettet wurde – doch der Jahrgang stimmt.
Frauchen sagt immer, dass ich mich gut gemacht habe und ich kann schon viele Tricks. Anfänglich hatte ich eine Riesenangst vor allem, was 2 Beine hat – doch nun fühle ich mich sicher und passe perfekt auf – nicht nur zuhause – auch in der Praxis.
Deswegen kann ich Ihnen auch so viel erzählen:
Sie wissen ja bereits, dass Dr. Rummel die Fachgruppe Katzenmedizin mit gegründet hat und dieses Jahr gab es bereits den 2. Fortbildungs- kongress in Köln nur zum Patienten Katze mit dem Thema: Die Zähne im Fokus
Das Thema ist außerordentlich wichtig, da die Zahnerkrankungen zu den schmerzhaftesten Krankheiten der Katze überhaupt zählen und diese sogar die Gesundheit ganz allgemein schädigen können.
Dr. Rummel hat für die tiermedizinischen Fachangestellten einen Vortrag gehalten, wie Schmerz bei der Katze erkannt und gemessen werden kann. Die Katzen sind nämlich schwierig. Das sind nicht solche Jammerlappen wie wir Hunde, die Katzen sagen einfach nix! Nicht nur bei Zahnschmerzen, auch bei anderen Krankheiten und auch nach den Operationen.
Dr. Rummel hat den tierärztlichen Fachangestellten nun gezeigt, wie sie an der Körperhaltung, an der Augen- und Ohrenstellung erkennen können, ob die Katze Schmerzen hat und wie stark diese sind. Dr. Rummel lag es auch sehr am Herzen, dass der liebvolle und zärtliche Umgang mit den Katzen vor und nach der Operation und sogar während der Narkose ganz entscheidend ist für die Heilung.
Streicheln ist wichtig : Love and care!
Meine Frauchen sagen immer: die heutige Medizin ist so fortgeschritten, dass kein Tier Schmerzen erleiden muss, es gibt ausreichend gute Medikamente – sie müssen nur rechtzeitig und richtig eingesetzt und das Wissen um die Schmerzvermeidung korrekt umgesetzt werden.
Das machen wir sehr gründlich – immerhin sind wir u.a. eine auf Schmerzen und deren Behandlung spezialisierte Praxis – und das schon seit über 20 Jahren.
Nach der Operation ist bei uns eine Tierarzthelferin nur für die Fürsorge und Beobachtung unserer kleinen Patienten eingesetzt. Die Katzen werden auf der Station nicht nur mit Medikamenten optimal versorgt, sondern gestreichelt, umgelagert, sofort gesäubert, liegen auf weichen Unterlagen und werden gewärmt und zugedeckt.
Natürlich werden auch unsere Hunde so betreut – bis sie in den Armen von Herrchen und Frauchen aufwachen und nach Hause dürfen.
Es sind alles kleine Privatpatienten.
Wir sind auch sehr um die Fortbildung und Professionalität unserer Mitarbeiterinnen bemüht diesen Monat hat Laura Klokow ihr Wissen um Ernährung und Kommunikation vertieft, wir freuen uns sehr über dieses Engagement.
Von der Station wechseln wir jetzt in den Praxisalltag:
Das Highlight dieses Monats war das kleine Minipig „Sparky“. Frau Henscher hat uns über das Internet gefunden, da wir zu den wenigen Kleintierpraxen gehören, die auch Minipigs kastrieren.
Solche Patienten haben wir nicht so häufig und der Kleine hat allen Spass gemacht.
Minipigs sind sehr narkoseempfindlich, doch hier ist zusätzlich die Großtiererfahrung von Dr. Rogalla von Vorteil.
Sparky hat alles gut überstanden und ist bei der Kontrolluntersuchung am nächsten Tag quiekfidel.
In der kalten Jahreszeit gibt es auch wieder mehr Erkältungskrankheiten.
Der kleine Rhodesian Ridgebackwelpe von Familie Bauer hat sich die Blase verkühlt, zum Glück wurde er sofort zur Behandlung gebracht und hat sich sehr schnell von seiner Blasenentzündung erholt, die auch immer sehr schmerzhaft ist.
Das kleine schwarze Kaninchen „Junior „von Fam. Stützel hingegen hatte sich einen Schupfen zugezogen, hier auf dem Arm von Jessica.
Wir haben schon im letzten Monatsbericht auf die Wichtigkeit der Altersuntersuchung (siehe auch: Altersbedingte Veränderungen bei der Katze) hingewiesen, als Beispiel für viele stellen wir Ihnen „Mila“ die 12-jährige Katze von Frau Dolderer vor: die Allgemeinuntersuchung und der Bluttest waren unauffällig und sie konnte geimpft werden.
Impfung ist wichtig und viele kleine Patienten waren dafür in der Praxis. Dabei werden alle natürlich auch immer gründlich untersucht. Wir sind immer froh, wenn unsere Patienten gesund sind, aber auch froh, wenn wir bei der Grunduntersuchung rechtzeitig Krankheiten entdecken, die noch nicht so schlimm sind, dass die Tiere leiden, denn dann hätten ja auch Frauchen und Herrchen sie schon längst bemerkt.
Frühzeitig entdeckt, können Probleme oft ohne bleibende Schäden beseitigt werden, uns ist die Vorsorge extrem wichtig, wir sehen unseren tiermedizinischen Auftrag darin, dass all unsere Patienten so lang wie möglich gesund bleiben.
So wurde Rusty von Frau Geis gegen die Zeckenkrankheit Borreliose geimpft.
Die sibirische dreifarbige Waldkatze Puma und Luci, die silbergraue norwegische Waldkatze von Familie Zaruba erhielten ihren Grundschutz gegen die viralen Katzenkrankheiten, inclusive Tollwut.
Die beiden Zwergkaninchen „Schnupper und Snowy“ der Tochter Liu von Familie Kornhuber erhielten ihren Schutz gegen die tödlich verlaufenden Kaninchenkrankheit en Myxomatose und RHD.
Geimpft haben die Tiere eine Chance diese schrecklichen Krankheiten zu überstehen, wenn sie durch einen Mückenstich infiziert werden.
Ganz zum Schluß noch ein Highlight:
Dr. Rummel ist es gelungen, den berühmten Gepardenfotograf Matto Barfuss zu der Premiere seines wunderschönen Naturfilms Maleika nach Nidderau einzuladen.
Wir möchten Sie zu dieser schönen Sonderveranstaltung nochmals herzlich einladen und freuen uns sehr, wenn Sie kommen zur
Vorstellung am 14. Oktober um 19.00 Uhr im Luxor Kino Nidderau
mit Matto Barfuss persönlich
Der Kartenverkauf hat schon begonnen.
Am Samstag, den 14. Oktober 2017 erwartet Euch eine ganz besondere, tierische Sondervorstellung. Die berührende Geschichte einer faszinierenden Gepadenmutter!
In Zusammenarbeit mit der Tierarztpraxis Nidderau Dr. Rogalla und Dr. Rummel zeigen wir um 19 Uhr den Dokumentarfilm “MALEIKA – Das bewegte Leben einer Gepardin in der Savanne“. Als einzigartiges Highlight wird der Regisseur Matto Barfuss zu Gast sein!
Seht in seinem Dokumentarfilm, wie der Regisseur Matto Barfuss die Gepardin Maleika und ihren sechsköpfigen Nachwuchs drei Jahre lang mit der Kamera begleitete. Von unerbitterlichem Überlebenskampf über biologische Vielfalt und Momente großer Freude, der Film über die wilde Raubtierfamilie ist ein echtes Highlight mit spektakulären Bildern aus der Tierwelt.
Schade, ich kann nicht mit, würde auch gerne sehen, wie es Maleika gelingt, in der Wildnis von Afrika 6 kleine Geparden großzuziehen, das stelle ich mir sehr spannend vor, aber mir wird die Geschichte bestimmt erzählt.
Ich glaube, dieser Dokumentarfilm ist etwas ganz besonderes und ich rate Ihnen, ihn nicht zu verpassen
Ciao
Ihre Samira