Wau, nun warten wir auf den Goldenen Oktober, dieses letzte Wochenende im September ist so schön sonnig, dass ich ausgiebig unsere Spaziergänge genieße.
Heute bin ich mal wieder glücklich und traurig zugleich, sehr glücklich, dass ich als Hund auf die Welt kam und nicht als Nutztier und ein zweites Mal glücklich, dass ich hier geboren wurde und nicht in China oder Osteuropa.
Warum?
50% des Pelzes kommt aus China, nicht nur Marderhunde werden für die Pelzproduktion grausam getötet- auch Hunde und Katzen. Denken Sie bitte daran, wenn sie sich Winterkleidung zulegen.
www.prowildlife.de/hintergrund/pelz
Pelz: Alles was Sie über die Pelzindustrie wissen sollten (peta.de)
Corona hat dazu geführt, dass sich viele Menschen ein Haustier an ihrer Seite wünschten – das ist schön, denn wir sind gerne mit Euch Menschen zusammen – aber denkt Ihr auch daran, dass eine Hündin nur einmal im Jahr Welpen bekommen sollte, um selbst gesund zu bleiben, und dass wir über 10 Jahre alt werden.
In Deutschland wurden sind im letzten Coronajahr 1 Millionen mehr Haustiere aufgenommen worden – wo sollen diese Tiere auf einmal alle herkommen?
Mit ein wenig Überlegung kommt man sehr schnell auf den illegalen Welpenhandel und hat mit Schrecken die Welpenproduktionsstätten in Osteuropa vor Augen: im letzten Halbjahr 2021 sind die Zahlen des illegalen Welpenhandels schon höher als im gesamten Jahr davor – und das, obwohl ein Verbot des Internettierhandels auf EU – Ebene ausgesprochen wurde. Die Regierungen der Länder lassen sich halt Zeit mit der strikten Umsetzung des Verbots– und da die Nachfrage groß ist, blüht der Handel weiter. Es ist ein Millionen – Euro – Geschäft und da zählen die gequälten Hündinnen und verendeten Welpen auf den Transporten nach Deutschland oder in andere Länder nicht – mit den überlebenden Tieren werden trotzdem Millionen verdient. Wussten Sie, dass der illegale Handel mit Tieren im Gewinn gleich hinter dem Drogengeschäft kommt?
Also aufgepasst beim Welpenkauf !
Noch trauriger macht mich allerdings, dass nun so viele der „Corona-Tiere“ wieder abgegeben werden, die Tierheime sind verzweifelt und schon viele überfüllt.
Ich möchte nochmals unterstreichen, alle Lebewesen – auch wir Tiere haben eine Seele und Gefühle, wir können leiden wie Ihr Menschen und empfinden Schmerz und Qual genauso wie Ihr – und jedes Lebewesen verdient Respekt.
Zum Glück soll ab dem 1. Januar 2022 das Töten von Eintagsküken verboten werden – warum eigentlich erst dann? So viele Jahre wurde das Gesetz nun schon diskutiert- aber es sind ja nur 40 bis 45 Millionen Küken pro Jahr, die geschreddert werden – ja, sicher, da muss sich die Regierung nicht beeilen, da kann die Verabschiedung eines Gesetzes ja durchaus mal länger dauern- 2013 wurde schon nachgedacht, immerhin zum Ende 2019 schon mal von Frau Klöckner angekündigt — und nun soll es tatsächlich 2022 in Kraft treten – ich bitte darum!
Nun habe ich Sie ein wenig an meinen traurigen Gedanken teilhaben lassen, an meiner Dankbarkeit hier zu leben und an meiner Freude, Ihnen aus der Praxis zu berichten.
Auch diesen Monat haben wir wieder viel erlebt und vielen Patienten helfen können.
Ich möchte mit meinen zwei großen Freunden anfangen, das sind die hübsche Russisch Terrier Hündin Kirvana und der schon betagte Kenzo (11 Jahre) von Frau Bauder. Kirvana begleitet immer Kenzo, der wegen seiner „alten Knochen“ von Dr. Rogalla akupunktiert wird, das hält ihn fit, denn die einjährige Kirvana hält nichts von gemütlichen, langsamen Spaziergängen.
Peppy, der noch ältere Herr von Frau Rumland, kommt auch zur Akupunktur. Der Arme hatte einen Bandscheibenvorfall und beide Hinterbeine waren gelähmt. Er wurde erfolgreich in der Klinik Hofheim an der Wirbelsäule operiert und damit er wieder schneller ans Laufen kommt, wird er von Dr. Rogalla mit der Elektroakupunktur unterstützt. Die Fortschritte sind super und auch die Klinik ist begeistert.
Die Erfolge mit der Akupunktur sind immer wieder begeisternd – insbesondere für unsere Schmerzpatienten. Wir freuen und immer sehr, wenn wir auch noch nach Jahren Rückmeldungen erhalten und es unseren Patienten weiterhin gut geht und sie keine bis wenige Schmerzmittel mehr benötigen – so wie Sie es immer wieder im Gästebuch lesen können.
Sari wurde vor einem Jahr mit der Goldakupunktur behandelt
So lesen Sie im Gästebuch:
„Ich wollte mal berichten wie es SARI heute geht: Sari brauchte im letzten Winter noch eine ganze Zeitlang ihre tägliche Dosis Schmerzmittel, ca. bis Mitte März 2021. Dann begann ich ihr das Metacam nur noch jeden 2ten Tag zu geben und so seit Mitte April bekommt sie nur noch sporadisch Schmerzmittel, teilweise wochenlang gar nicht. Sari geht es sehr gut und sie läuft (meistens) völlig beschwerdefrei.“
Doch nicht nur unsere Hundpatienten leiden an Schmerzen. So wurde uns die schöne Bengalkatze Marie von Frau Ohl vorgestellt, weil sie mit einem Hinterbeinchen lahmte. Im Röntgen zeigte sich zum Glück keine Fraktur und die Behandlung von Dr. Rummel brachte schnell eine Besserung, Marie trägt übrigens so ein schickes Geschirr, weil sie jeden Tag mit Frauchen spazieren geht. Wenn Katzen das von klein auf üben, ist das eine schöne Abwechselung für sie und sie lieben Spaziergänge dann genauso wie unsere Hunde.
Hazel, der noch sehr kleine Australien Shepherd, von Frau Möller wurde von unserer Herzspezialistin Frau Döricht gründlich untersucht, da ihr Geschwisterchen an einem Ductus botalli (im Prinzip ein Loch im Herzen) leider verstorben ist. Frau Döricht arbeitet seit September bei uns und auf Grund ihres excellenten Knowhow können wir nun auch solche außergewöhnlichen Fälle direkt in unserer Praxis untersuchen. Zum Glück war alles ok.
Auch der Irish Setter Winston von Frau Weitz wurde geschallt, der schön ältere Herr ist herzkrank und es wird regelmäßig das Herz und seine Medikation überprüft. Frau Döricht hat ihn schon in der Klinik regelmäßig betreut und er hat sich sehr gefreut, seine Ärztin wieder zu sehen.
Der Kleine Border Collie Tobi von Frau Lieberam ist hingegen putzmunter, er bekam seine erste Schutzimpfung und wird nun im ersten Lebensjahr regelmäßig untersucht – das ist bei den kleinen Hunden genauso wie bei den kleinen Kindern- auch sie brauchen regelmäßige Kontrollen, um zu sehen, dass sie sich normal entwickeln. Tobi wird von Laura, unserer neuen Auszubildenden gehalten und es ist ersichtlich, dass beide Spass haben und lachen.
Viel Freude haben uns die kleinen Katzenwelpen von Frau Ersoy bereitet, die auch allesamt ihre Erstimpfungen erhalten haben.
Dagegen ist Mimi von Frau Pein-Harner schon fortgeschritten, ihre Impfungen hat sie schon längst hinter sich gebracht, sie ist schon in dem Alter, in dem kleine Katzen kastriert werden – auch das hat sie gut überstanden – der rote Body steht ihr ausgezeichnet.
Kleiner- aber viel älter ist dagegen Panzi, die Schildkröte von Frau Hinz. Sie besucht uns seit über 10 Jahren Jahr für Jahr zum Gesundheits -Check – immer wenn der Winter naht. Vor ihrem Winterschlaf wird sie immer gründlich untersucht und entwurmt. Auch diesmal war alles in Ordnung und sie kann bald in Ruhe ihren Energiehaushalt runterfahren bis zum nächsten Frühjahr – Schildkröten dürfen im Winter nicht wach bleiben, das schädigt ihre Gesundheit!
Eine weitere super Nachricht möchten wir Ihnen nicht vorenthalten: Wir haben erneut die Überprüfung unserer Praxis durch die internationale Katzenmedizin Organisation (ISFM International Society of Feline Medicin) bestanden und das Prädikat Silber erhalten und bleiben somit weiterhin international zertifizierte Katzenpraxis – darauf sind wir sehr stolz.
So – nun wünsche ich Ihnen einen schönen Oktober- bis zum nächsten Mal
Ciao Ihre Samira