September 2008

Bobby

Handynummern werden ausgetauscht

Wau, da bin ich wieder, inzwischen ist es morgens schon dunkel, wenn ich das erste Mal nach draußen gehe. Der Sommer ist wohl endgültig vorbei. Die letzte Woche habe ich im Taunus verbracht und es war sehr schön, durch den herbstlichen Wald zu flitzen.
Meine Frauchen waren nämlich auf der internationalen Katzentagung in Edinburgh in Schottland und dahin konnte ich sie nicht begleiten. Also habe ich Urlaub bei dem Vater von Frau Dr. Rummel gemacht, der immer ganz viel mit mir spazieren geht!
Die Katzentagung war wohl sehr interessant, auf jeden Fall war mein Frauchen, Dr. Rummel, begeistert von all den informativen Vorträgen und den Treffen mit katzenbegeisterten Kollegen aus der ganzen Welt!

 

Mir hat die Geschichte von meinem Namensvetter aus Edinburgh gut gefallen: Der Sky-Terrier „Bobby“ lebte im 18. Jahrhundert. Sein Herrchen verstarb, als Bobby erst zwei Jahre alt war. Der kleine Kerl war tief betrübt und blieb seinem geliebten Herrchen, dem Polizisten John Gray, bis zu seinem eigenen Tode mit 14 Jahren (1872) treu. Er nahm kein anderes Herrchen an – trotz aller Bemühungen der Bevölkerung – und schlief Tag und Nacht dann noch zwölf ! Jahre immer auf dem Grab seines Herrchens. Heute sieht man auf dem Friedhof das Grab des Herrchens und das Grab von Bobby, der nach soviel Treue bei seinem geliebten Herrchen begraben wurde und in der Stadt ein Denkmal errichtet bekommen hat! Also, das Denkmal von Bobby hätte ich mir auch mal gerne angeschaut!

Viel Spaß beim Dreh der Sendung „Das Dings vom Dach“

 

Zugeschaut habe ich allerdings als bei uns in der Praxis vom HR3 für die Sendung „Das Dings vom Dach“ gedreht wurde. „Sina“, die Katze von Julia, hat sogar eine Hauptrolle gespielt und musste der Ilse bei der Erklärung des Katzenkastrierhakens helfen. Unser Sprechzimmer war ziemlich voll mit dem Tontechniker, dem Beleuchtungstechniker, der Redakteurin, Ilse (das ist die Dame, die die Dings vom Dach immer vorstellt) und natürlich Sina. Wir mussten alle mucksmäuschenstill sein, aber durften zugucken und ich habe Sina bewundert, wie geduldig sie das alles durchgestanden hat!
Und bei Fernsehen fällt mir auch das Radio ein:
Mein Frauchen Dr.Rummel wird nämlich wieder im Radio zu hören sein:
am Mittwoch, den 8.10. von 10 – 11 Uhr im HR4 102,4

Diesmal ist das Thema: Allergien bei uns Tieren, die uns ja sehr große Probleme bereiten – und mein Frauchen hat das ja als Spezialgebiet!
In der Praxis gibt es Neuigkeiten beim Personal: Steffi Krug ist seit dem 1.Oktober nicht mehr bei uns, Sinah und Lina sind nun schon im 2. Lehrjahr, Julia hat ihre Ausbildung am 1. August begonnen und Christina ist zur Zeit häufig an der Rezeption und arbeitet sich nun in die Apothekenverwaltung ein.

Ferro immer auf Zack

Dann sind natürlich auch diesen Monat viele, viele Patienten bei uns gewesen und einige möchte ich Ihnen gerne wieder vorstellen.
Ganz viele Patienten kommen, um geimpft zu werden und meine Frauchen erklären mir immer wieder, wie wichtig das ist. Nur wenn möglichst viele Tiere geimpft sind, sind massive Ausbrüche der Krankheiten zu verhindern.
Der Rottweilerrüde „Ferro“ von dem Rottweilerzüchter Herr Schäfer, ist ein Prachtexemplar. Der Kerl hat Muskeln ohne Ende und hat vor Weltchampion zu werden, also, da bin ich immer ganz vorsichtig und nett. Mein Frauchen sagt zwar „Ferro“ ist perfekt erzogen und würde mir nichts tun, aber er ist sehr groß und da bin ich lieber ausgesprochen freundlich zu ihm! Da er zu internationalen Wettkämpfen reist und mit vielen Hunden in Kontakt kommt, ist die regelmäßige Impfung für ihn eine Selbstverständlichkeit.

 


„Simply Red“ ist der wunderschöner roter MainCoon-Kater von Familie Hentsch, der ebenfalls untersucht und geimpft wurde! Auch reine Wohnungskatzen müssen jährlich untersucht und in größeren Abständen geimpft werden, da man als BesitzerIn die Erreger der gefürchteten Katzenseuche mit den Schuhen in die Wohnung hineintragen kann.
Mein Frauchen Dr. Rummel bespricht mit allen Katzenbesitzern ein individuelles Impfschema, was auf die Lebensumstände der jeweiligen Katze zugeschnitten ist!!!

Do – re – mi – fa – ein Ständchen im Quartett

Frau Kaifel ist gleich mit ihrer ganzen Hundebande: „Hansa“, „Kira“, „Cash“ und „Kessi“ zur Impfung gekommen, der kleine Sheltie- Rüde hatte eine Bissverletzung, die behandelt wurde.

Bei Welpen hat der Schutz vor ansteckenden Erkrankungen eine besonders herausragende Bedeutung.
Sind die kleinen der Familie Culjac „Lady“ und „Puppy“ nicht süß!!!

Dr. Rogalla hat auch immer viele Patienten zur Akupunktur, z.B. den Kater „Moritz“ der Familie Krieger, der nach langjährigem chronischen Durchfall durch regelmäßige Akupunktur wieder festen Kot macht und absoluter Profi der Nadelung ist.

Moritz entspannt bei der Akupunktur, und findet es recht gemütlich und lümmelt sich auf dem Tisch.


Probleme mit dem Magendarmtrakt hat auch „Danuba“, die Labradormixhündin von Frau Gentemann, die zur Akupunktur kommt. Auch sie macht das ganz prima und entspannt während der Sitzung.

 

 

 

 

Auch Enten müssen gut zu Fuß sein

Einen ungewöhnlichen Lahmheitspatienten hatten wir mit der Laufentendame „Frau Merkel“ von Herr Effremor. Mein Frauchen Dr. Rummel war begeistert von ihr und hat sich gefreut , als „Frau Merkel“ wieder gut zu Fuß war.

 

Sehr wichtig sind regelmäßige Allgemeinuntersuchungen, um Krankheiten vorzubeugen und die BesitzerInnen entsprechend des jeweiligen Lebensabschnittes zu beraten, damit sie wissen, worauf sie bei ihrem Liebling besonders zu achten haben. So ist Parasitenbefall gerade bei Jungtieren ein wichtiger und häufiger Befund. „Maria“, die kleine Pointermixdame aus Spanien der Familie Blank, hatte nämlich eine Menge Würmer und Giardien mitgebracht und auch „Cookie“, der Katzenwelpe von Frau Kamga-Zadi hatte Untermieter: nämlich Flöhe und Milben.

 

Angeschaut und untersucht wurden auch „Evi“, die Katzendame von Frau Schäfer und „Filain“, die Farbratte von Frau Kraft.


Der Kleine wurde kastriert und freut sich jetzt schon auf seine neuen Freundinnen, denn Ratten lieben es sehr gesellig.

Die Goldimplantation wird weiterhin von meinem Frauchen, Dr. Rogalla, sehr erfolgreich durchgeführt und ich sehe jeden Monat viele Kumpels von mir, die deswegen in unsere Praxis kommen.
„Ashley“, der kanadische Schäferhund von Frau Tautor, hatte gleich seine ganze Familie „Cheyenne“ und „Kimberly“ mitgebracht.

Drei weiße Schönheiten

 


Ganz besonders imponiert hat mir „Aisha“, die Bergamaskarhündin von Herrn Hammerer. Sie arbeitet seit vielen Jahren mit ihrem Herrchen in der Schweiz auf der Alm und ist für 397(!) Tiere verantwortlich. Ihr Herrchen hat mir erzählt, dass sie ein Superhütehund ist und seit 9 Jahren ihre Arbeit perfekt erfüllt, und er sehr stolz auf sie ist und sie sehr, sehr lieb hat.
Na, das glaube ich ihm aufs Wort, er ist mit Bus und Bahn aus Graubünden angereist, war hier 2 Tage in Nidderau im Hotel und hat bei „Aisha“ die Goldimplantation durchführen lassen, damit es ihr auf ihre alten Tage auch möglichst gut geht, da sie durch einen Autounfall Probleme mit der Hüfte hat.
Wir wünschen ihr alles, alles Gute!!!

Gut kennen tue ich „Dusty“, den 14-jährigen Westhighlandterrierrüden der Familie Koch. „Dusty“ ist nämlich von klein auf Patient bei meinen Frauchen und kennt die beiden somit länger als ich selber! Seine angeborenen Allergieprobleme hat mein Frauchen mit Akupunktur ganz ohne Medikamente geheilt. Inzwischen hat er Herzprobleme, aber durch regelmäßige Vorsorge und Kontrolluntersuchungen ist er gut auf seine Medikation eingestellt und für sein Alter fit und munter. Dusty kommt ja auch regelmäßig zum Seniorcheck, aber darüber erzähle ich beim nächsten Mal, denn heute will ich Ihnen erklären, was Giardien sind – Darmparasiten, die uns Hunden, aber auch Katzen und Euch Menschen ganz unangenehme Probleme bereiten können. Aber durch Kotuntersuchungen sind sie auffindbar und behandelbar – zum Glück!

So und nun höre ich auf und mache einen wunderbaren Herbstspaziergang!

Bis bald CIAO Ihr Bobby