Wow, da bin ich wieder und glücklich von einer Fahrradtour zurückgekehrt. Zum Glück ist es etwas kühler geworden – nun warten wir noch auf den Regen – viel zu viel ist in diesem Sommer vertrocknet , ganz zu schweigen von den vielen Tieren – klein und groß, die in diesem regenarmen Sommer kein Wasser gefunden haben.
Bitte füttern Sie in diesem Winter Vögel und Eichhörnchen durchgängig. Die Eichhörnchen sammeln wie wild Futter, schleppen es in ihr Winterquartier und fühlen sich sicher – doch die Bucheckern und Nüsse sind wegen der Trockenheit leer. Die Armen lagern nur hohle Früchte in ihren Bauten ein und werden ohne unsere Hilfe den Winter nicht überleben. Viele haben schon diesen Sommer nicht überlebt – sie sind verdurstet. Das ist traurig-doch wir können Ihnen mit unserer Fütterung helfen.
Es gibt für uns heute noch ein anderes Thema, das wir als Praxis in diesen Newsletter besprechen möchten.
Auch wenn wir als Kleintierpraxis nicht in der Landwirtschaft tätig sind, möchten wir auf einen sehr traurigen Zustand hinweisen, der uns tief erschüttert und vielleicht auch Ihnen bekannt ist.
Es ist der Einsatz des Hormons PMSG in der Schweinezucht. Es wird benutzt, um die Geburten zu synchronisieren – und führt zur Superovulation, das heißt, mehr Ferkel werden gezeugt.
Natürlich sind in diesen Würfen viele zu schwache Ferkelchen und diese aufzuziehen lohnt sich für die Schweinebetriebe nicht. Scheuen Sie sich nicht, diese Videos anzusehen. Die geschwächten Ferkelchen werden brutal aussortiert, wenn sie nicht schon tot sind, werden sie erschlagen- mit dem Schädel dem Betonboden gedonnert.
Das ist die eine dunkle grausame Seite, die andere ist die Gewinnung des Hormons. Es stammt aus dem Blut trächtiger Pferde. Seit 2016 sind die tierquälerischen skandalösen Zustände bekannt, wie das Blut in Südamerika von den Pferden gewonnen wird. Solche tierquälerischen Vorgehensweisen sind bei uns verboten- deswegen wird das Grauen „outgesourced“. Die Pferde werden brutal misshandelt und zu Tode gequält, um das Hormon zu gewinnen, welches dann von der Pharmaindustrie als Medikament PMSG verkauft wird. Es wird immer wieder in der Öffentlichkeit aufgeklärt und protestiert, die entsprechenden Institutionen in Politik und Landwirtschaft und Pharmaindustrie in Deutschland reagieren nicht, bis heute sind keine Konsequenzen gezogen worden. Ganz im Gegensatz zum Beispiel zur Schweiz, wo Schweinezüchter und Fleischproduzenten sich distanzieren und das Mittel nicht mehr einsetzen. In den Supermärkten gibt es PMSG – freies Fleisch. Das PMSG – freie Fleisch wird dadurch teurer, doch es bedeutet weniger Tierqual.
https://www.mdr.de/investigativ/video-124614.html
Wir haben in unserer Praxis eine Konsequenz gezogen, wir beziehen von den Pharmafirmen, die dieses PMSG unter diesen grausamen Bedingungen produzieren, keine Medikamente mehr .
Es ist unser individueller Protest und wir möchten Sie um Verständnis bitten, wenn Sie bestimmte Produkte bei uns nicht mehr erhalten, wir versuchen sie von anderen Firmen zu erwerben.
Nun möchten wir zu unserem Praxisalltag zurückkehren und Ihnen einige unserer kleinen Patienten vorstellen.

Auf dem Bild ist deutlich zu sehen, wie der Unterkiefereckzahn nach außen gedrängt wird durch die Aufbißschiene.
Da ist zunächst der kleine Sherlock von Herrn Möbius, er ist mit einer Zahnfehlstellung geboren, die beiden Eckzähne des Unterkiefers standen zu eng und schnitten in den Gaumen des Oberkiefers ein tiefes Loch: mandibula angusta heißt das. Zum Glück ist Dr. Rogalla auf Zähne hochspezialisiert und es wurde – wie in der Kieferorthopädie bei Kindern – ein Abdruck hergestellt und eine Korrekturschiene von der Zahntechnik angefertigt.
Nach nur 3 Wochen konnte die Spange wieder entfernt werden und Sherlock, der kleine Airdaleterrierrüde, hat nun wieder einen schmerzfreien Biß.
Bei beiden süßen Havanesen Dori und Greg von Herrn Schmidt war alles in Ordnung. Sie kamen zur Impfung und Welpengesundheitskontrolle in die Sprechstunde zu Dr.Rummel. Dabei werden bei uns immer die Zähne mit kontrolliert, denn je früher wir Probleme erkennen, umso schneller können wir Schäden vermeiden. Im Wachstum lassen sich Fehlentwicklungen sehr schnell beeinflussen und beheben – wie bei Sherlock – wäre er schon ausgewachsen gewesen, hätte er die Schiene mehrere Wochen tragen müssen!
Die temperamentvolle Wendy – im Bild steht sie links -von Frau Rosner hatte Glück, sie hatte sich beim Toben versprungen und lahmte hinten sehr stark. Wir befürchteten einen Kreuzbandriß, doch in der weiterführenden Diagnostik stellte sich heraus, dass es nur eine Verstauchung im Knie war. Frau Rosner war sehr erleichtert, dass wir nicht operieren mußten.

Bei Sunny hingegen wurde der Zahnstein entfernt.
Viel weniger Glück hingegen hatte der kleine Cooper der Familie Fucker, er hatte tatsächlich einen Kreuzbandriß, den wir dann operiert haben, schon gleich nach der Operation geht es ihm schon viel besser und er lacht in die Kamera.
Probleme mit dem Bewegungsapparat hatte auch Kelly von Lara Pulst, der mit Neuraltherapie geholfen werden konnte, Kelly leidet an Spondylosen in der Lendenwirbelsäule und hat immer wieder mal schmerzhafte Verspannungen im Rücken, insbesondere, wenn sie viel getobt hat. Übrigens ist das Samiras beste Freundin – sie verstehen sich gut und toben viel miteinander.
Die schöne Schäferhündin Nayla von Familie Keller- Herchmeier kam extra aus der Schweiz angereist, damit Dr. Rogalla sie mit Goldakupunktur behandelt. Die Hündin ist erst 8 Monate alt und leidet an Schmerzen in der Hüfte.
Wird die Goldakupunktur frühzeitig durchgeführt, so können die Hunde häufig trotzdem ein beschwerdefreies Leben führen.
Frauchen und Herrchen sind sehr glücklich als Nayla nach der Narkose wieder zu ihnen gelaufen kommt und sie erhält gleich einen freudigen Kuß.
Doch nicht nur Hunde haben Beschwerden mit dem Bewegungsapparat.
Da wir eine zertifizierte Katzenpraxis sind und in der Sprechstunde von Dr. Rummel sehr viele Katzen vorgestellt werden, sehen wir auch Katzen mit Arthrose und Schmerzen im Bewegungsapparat.
Unsere doch schon ältere Dame Pepper von Familie Prinz hat mit ihren 16 Jahren Rückenschmerzen wegen Spondylosen und wird von Dr. Rogalla akupunktiert, was ihr sehr gut gefällt – sie ist schon ein richtiger Profi.
Auch Neelix von Familie Kramer wird regelmäßig akupunktiert. Er hatte einen Unfall vor langer Zeit und eine Verletzung am Rückenmark erlitten. Als Folge konnte er keinen Urin und Kot mehr halten. Die Akupunktur hat Erfolg gezeigt, die Unsauberkeitsfälle sind ganz selten geworden.
Dann sind da noch die Geschwister Mila und Leo der Familie Bergmann.
Beide erhielten ihre Jahresimpfung, doch Leo muss nochmals wiederkommen. Er hat viel Zahnstein und die Zähne werden in Narkose behandelt werden müssen, dann klappt das Fressen auch viel schmerzfreier, denn Katzen haben genau so wie wir Menschen Zahnweh, jammern nur nicht so schnell.
Mia von Frau Schlicht hat die Zahnbehandlung schon hinter sich gebracht, sie wartet eingekuschelt und geborgen in ihrer Decke auf der Katzenstation, dass Frauchen sie wieder abholt.
Unser kleiner Glen hat auch eine aufwendige Zahnsanierung gut überstanden, hier erhält er noch Infusionen zur Stabilisierung, da er an Niereninsuffizienz leidet. Da das länger dauert, leistet ihm Frauchen Gesellschaft.
So – nun muss ich mal wieder Gassi, ich wünsche Ihnen einen schönen Spätsommer und melde mich wieder nächsten Monat
Ihre Samira