Es ist heiß, diese hochsommerlichen Temperaturen sind eine große Gefahr für unsere Haustiere. Hitzschläge, mitunter auch mit Todesfolge, sind bei Temperaturen über 25 Grad Celsius nicht ungewöhnlich.
Ganz besonders gefährlich ist der Aufenthalt in Auto. Bei dieser Hitze genügen oft nur wenige Minuten, um ein vorbelastetes Tier in eine gefährliche Situation zu bringen. Es reicht nicht aus, die Fenster zu öffnen!
Selbst im Schatten kann es im Auto zu gefährlichen Wärmestaus kommen. Denken Sie daran, dass die Tiere nicht schwitzen. Sie können nicht wie wir über Transpiration die Wärme ableiten!
Betroffen sind nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch andere Kleintiere, z.B. Meerschweinchen, Häschen und auch Vögel. Um einen gefährlichen Wärmestau im Körper des Haustieres zu vermeiden, sollten Sie dafür Sorge tragen, dass dem Vierbeiner ein Schattenplatz und genügend Trinkwasser zur Verfü?gung stehen.
Besonders gefährdet sind herzkranke, hochträchtige, ältere oder auch sehr junge Tiere. Gehen Sie bei dieser Hitze nur am frühen Morgen und am kühleren Abend mit diesen Hunden spazieren, mittags reicht es völlig aus, wenn Ihr Liebling kurz das Nötigste erledigt.
Auch kräftig wirkende Tiere sind gegen einen Hitzschlag nicht gefeit. Sie sollten auf jeden Fall bei Symptomen wie weit heraushängende Zunge mit gestrecktem Hals, Unruhe oder Taumeln beim Ihrem Tier aufmerksam werden und es genau beobachten. Dies könnten Anzeichen für einen Hitzschlag sein. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, das Tier mit feucht-kalten Tüchern zu bedecken, die Beine zu kühlen und umgehend eine tierärztliche Praxis aufzusuchen.
Zu den häufigsten Hitzeopfern zählen übrigens Ziervögel, Kaninchen und Meerschweinchen. Diese sind in ihrem Bewegungsradius auf ihren Käfig oder Gehege beschränkt und sind im Ernstfall der sengenden Sonne wehrlos ausgesetzt. Bei diesen Temperaturen reicht als Schutz auch nicht der Sonnenschirm auf dem Balkon.
Holen Sie notfalls die Tiere tagsüber in die Wohnung uns verbringen Sie sie erst später am Nachmittag wieder ins Freie!
Was passiert beim Hitzschlag?
Tiere können nicht wie wir Menschen schwitzen, sie leiten die Hitze nur über das Hecheln ab. Dabei kommt es zusätzlich zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust, die Tiere dehydrieren. Das begünstigt die Hyperthermie, d.h., die Körpertemperatur steigt noch weiter an! Ab 40 ° treten erhebliche Kreislaufbeschwerden auf, lebenswichtige Organe werden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, was zum Schock führen kann. Steigt die innere Temperatur noch weiter an, gerinnt das körpereigene Eiweiß, Bewusstlosigkeit ist die Folge. Das Tier kollabiert und stirbt nach einem qualvollen Kampf letztendlich an Herzversagen!